Review

Ihr spielt den Kriegsveteranen Cole Phelps. Dieser ging nach Beendigung des zweiten Weltkriegs zum LAPD. Los Angeles – Die Stadt der Engel in den 40er Jahren. Gewalt und Verbrechen sind hier schon fast an der Tagesordnung.

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Am Anfang des Spiels werdet ihr zu einem Mord gerufen. Ein Junger Mann wurde erschossen. Nun liegt es an euch den Killer zu schnappen. Die ersten vier Missionen spielen sich mehr wie ein Tutorial. Ihr müsst die Fälle fehlerfrei beenden, sonst startet die Mission an der vergeigten Stelle wieder. Im späteren Verlauf des Spiel ist dies nicht mehr so. Fehler bringen euch auf falsche Fährten.

Nach dem absolvieren der ersten vier Fälle, werdet ihr zum Detektiv befördert. Nun fängt das Spiel erst richtig an.

Ähnlich wie in GTA bietet L.A. Noire eine frei befahrbare Stadt. Sogar Autos lassen sich stehlen bzw. „beschlagnahmen“. Ihr könnt selbst entscheiden wer das Steuer übernehmen soll. Entweder man fährt selbst zum Tatort oder ihr lasst euren Partner fahren. Dabei springt das Spiel direkt zum Ort eurer Wahl. Solltet ihr den Wagen selbst steuern, kann es vorkommen, dass ihr über Funk ein Verbrechen gemeldet bekommt. Diesen Auftrag könnt ihr dann annehmen. Das ganze passiert nach dem Zufallsprinzip. Entweder müsst ihr eine Schießerei beenden oder verschiedene Verbrecher durch die Stadt verfolgen. Dabei geht es auch mal zu Fuß weiter. Die Verbrecher kennen da nichts und erklimmen sogar Hausdächer und Leitern. Man sollte nicht unbedingt alles und jeden umfahren. Als Gesetzeshüter wird es als negativ am Ende eures Falles gewertet. Steuern lassen sich die Boliden allesamt sehr gut.


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Am Tatort angekommen müsst ihr euch erstmal einen Überblick verschaffen. Was ist passiert? Wer ist betroffen? Gibt es Zeugen? Immer dabei euer Notizbuch. Jeder Hinweis den ihr findet, wird dort eingetragen. Auch wichtige Personen und Orte schreibt Cole nieder. Das ist sehr hilfreich, falls ihr bei einer Befragung mal hängen bleiben solltet. Wichtige Gegenstände oder sogenannte „Points of Interests“ lassen den Controller vibrieren. Die Gegenstände lassen sich aufheben und von allen Seiten betrachten. Cole gibt dann seine Meinung ab, ob dieser Gegenstand wichtig ist oder nicht. Dieses Schema zieht sich durchs ganze Spiel. Es wirkt dadurch ein wenig monoton.

Bei einem Verhör habt ihr die Auswahl zwischen drei möglichen Antworten. Solltet ihr der Meinung sein, dass euer Zeuge die Wahrheit sagt, wählt ihr natürlich Warheit. Ihr könnt die Aussage des Zeugen auch anzweifeln oder ihr sagt ihm ganz klar das er lügt. Dann müsst ihr aber einen Beweis vorlegen. Ob ihr richtig getippt habt, verrät euch die Hintergrund Musik. Jeder Fehler könnte euch auf eine falsche Spur bringen. Ihr könnt die Person im Verhör auch genau beobachten wie ihre Gesichtsmimik so ist. Das ganze sieht fast so aus wie in der Serie „Lie to me“.

Für jede richtige Frage im Verhör erhaltet ihr XP. Auch für das Abschließen von Fällen gibt es Erfahrungspunkte und ihr könnt dadurch verschiedene Ränge erklimmen. Dabei erhaltet ihr sogenannte Intuitionspunkte. Diese helfen euch wichtige Gegenstände zu finden oder die richtigen Antworten im Verhör auszuwählen. Ebenso gibt es als Belohnung verschiedene Outfits die Cole´s Fähigkeiten verbessern. Im Verlauf des Spiels durchläuft Cole verschiedene Abteilungen wie z.B. das Morddezernat, Verkehrsdezernat und das Sittendezernat.


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Die gesamte Grafik ist sehr gut gelungen, allerdings gibt es leichte Frameeinbrüche bei der Fahrt durch die Stadt. Ein guter jazziger Soundtrack untermalt die Atmosphäre in L.A. Noire. Die englische Sprachausgabe macht ebenfalls eine gute Figur. In Deutschland gibt es leider keine deutsche Synchronisation. Auf Grund der hohen Anzahl der Dialoge, wäre eine lokalisierte Sprachausgabe wünschenswert gewesen. Es gibt zwar deutsche Untertitel, allerdings muss man doch schon sehr viel lesen wenn man der englischen Sprache nicht so mächtig ist. Auf die Gesichtsmimik in L.A. Noire wurde sehr viel Wert gelegt. Diese ist wirklich grandios und wirkt extrem Real.