Das Schwarze Auge: Memoria – Review

Mit Memoria erzählen Daedalic Entertainment und Deep Silver die Geschichte aus Satinavs Ketten weiter. Wie geht die Geschichte um Geron und Nuri weiter? Werden sie es diesmal zu einem richtigen Happy End schaffen? Wir sind gespannt und freuen uns auf ein Wiedersehen der beiden.

Ein Rückblick…

Nachdem wir in Satinavs Ketten Andergast von dem bösen Seher befreit haben und Nuri mehr oder weniger gerettet haben, hat sich es sich Geron zum Ziel gesetzt, Nuri wieder in eine Fee zu verwandeln. Nach etlichen Fehlversuchen beginnt die Geschichte mit einem weiteren Versuch dies zu vollbringen. Geron hat von dem uns bereits aus Satinavs Ketten bekannten Feenforscher Jacomo einen Hinweis bekommen, dass ein fahrender Händler Namens Fahi die Fähigkeit besitzt, jedes Lebewesen in eine andere Form zu verwandeln. Er macht sich natürlich sofort auf den Weg um sich mit Fahi in den Wäldern vor Andergast zu treffen.

Wir sollen für Fahi lediglich ein Rätsel lösen und schon würde er Nuri zurück verwandeln. Er erzählt uns von einem Traum der ihn und seine Tochter immer wieder heimsucht. Es ist die Geschichte der Prinzessin Sadja, welche vor 450 Jahren Mithilfe eines sprechenden Stabes die Maske von Malakkar in ihren Besitz brachte. Satinav hatte einst einen Zeitdschinn als Diener, der ihm half, all die Risse in der Zeit, welche durch Ketzerei entstanden sind, wieder zuschließen und die Ketzer selbst zu bestrafen. Doch eines Tages konnte der Zeitdschinn nicht mehr tatenlos zusehen und erschuf die Maske, damit niemand mehr etwas kostbares verlieren müsste. Die Maske besitzt die Macht Dinge ungeschehen zu machen und die Erinnerungen des Trägers aufzusaugen bzw. diese an jemand anderes weiterzugeben. Vor Malakkars Grabkammer gibt es eine Inschrift welche nur Sadja lesen konnte. Die Bedeutung dieser Inschrift zu entschlüsseln ist das Rätsel das wir für Fahi lösen sollen.

Eins plus Eins gleich Zwei…

Die Geschichte von Das Schwarze Auge: Memoria ist in beiden Zeitsträngen verteilt. Wir übernehmen abwechselnd die Rolle von Geron im heutigen Aventurien, sowie von Sadja im vom Magierkrieg erschütterten Aventurien vor 450 Jahren. Diese Funktion ist sehr gut eingearbeitet. So beginnt z.B. Fahi seinen Traum zu erzählen und wir spielen diesen Traum nach. Im späteren Verlauf geschieht dies dann über ein Tagebuch. Dabei rückt die Geschichte von Sadja und dem Stab immer mehr in den Vordergrund. Auch Satinav spielt wieder einmal eine große Rolle. Leider bietet das heutige Aventurien kaum neue Hintergründe. Viele kennt man bereits aus Satinavs Ketten. Dafür wurden sie etwas verändert, sodass sie einem nicht zu bekannt vorkommen. Geron geht auch des Öfteren auf Ereignisse des ersten Teils ein und wir Treffen auch mehrere Charaktere aus dem Vorgänger.

Memoria bietet uns also zwei Hauptcharaktere, welche sich auch in den Rätseln unterscheiden. Wo Geron noch seinen altbekannten Zerstörungs-/Reparierzauber einsetzten kann, darf Sadja mit der Hilfe eines Stabes etwas mittels Gedanken aktivieren bzw. deaktivieren. Im späteren Spielverlauf bekommen beide Charaktere weitere Zauber zur Verfügung. Geron spürt Mithilfe eines verzauberten Ringes magische Spuren auf. Und Sadja wird Mithilfe der Maske in der Lage sein, Lebewesen zu versteinern sowie Visionen zu schicken. Zudem hat Geron des Öfteren Hilfe von dem aus dem ersten Teil bekannten Raben, nur das es diesmal Nuri und nicht der Seher ist. Für einige Rätsel müssen wir uns sogar auf die Hilfe eines fremden Magieradepten hoffen, welcher sich immer im Schatten versteckt.

Ich bin ein Rätsel. Löse mich…

Die Rätsel profitieren von der diesmal doch stark angehobenen Anzahl an Zaubern. So werden die Rätsel stetig komplexer und abwechslungsreicher, einen Höhepunkt wie die Feenwelt aus Satinavs Ketten suchten wir leider vergebens. Das Waldlabyrinth ist zwar eine nette Idee, aber dieses kann auch schnell zur Verzweiflung führen. Aber auch diesmal brauchen sich Anfänger nicht von den Rätseln abschrecken lassen. Die „Komfortfunktion“ des ersten Teiles gibt es auch diesmal wieder. Hierbei werden euch wichtige Objekte angezeigt und beim kombinieren von Objekten wird euch auch unter die Arme gegriffen.

Grafisch präsentiert uns Daedalic wieder einmal wunderschön gezeichnete Hintergründe. Auch die Animationen wirken etwas stimmiger. Leider wurde die Lippensynchonisation nicht überarbeitet, diese wirkt an einigen Stellen zu starr. Die Umgebungen und die stimmige Musik machen das Spiel dennoch wieder einmal zu einem wunderschönen und liebevoll gestalteten „Kunstwerk“.

Was für ein Abenteuer…

Wieder einmal durften wir knapp 8 Stunden in Aventurien verbringen. Diesmal sogar in zwei unterschiedlichen Zeiten. Das langsame Zusammenführen der beiden Geschichten wurde gut Umgesetzt, auch wenn die Geschichte um Geron und Nuri in dem Schatten zu der von Sadja steht. Auch das Ende bietet mal wieder eine Überraschung. Dennoch wusste mich der erste Teil mehr in seinen Bann zu ziehen. Ich gebe noch eine kleine Empfehlung aus: Spielt zuerst den Vorgänger Satinavs Ketten, bevor ihr euch in das neue Abenteuer werft. Auch wenn die Geschichte im Intro noch einmal erzählt wird.

Das Schwarze Auge: Memoria wird ab den 30. August  im Handel erhältlich sein. Neben der normalen Version gibt es eine Collector´s Edition. Diese wird exklusiv bei Amazon.de verkauft. Der Titel wurde von der USK mit einer Freigabe ab 12 Jahren versehen. Das Spiel muss zudem über Steam aktiviert werden.

Titel: Das Schwarze Auge: Memoria

Genre: Adventure

Plattform: PC

Entwickler: Daedalic Entertainment

Publisher: Koch Media

Empfehlung: USK 12

Website: http://memoria.daedalic.de/

Release: 30. August 2013