Alien Rage – Review

Alien Rage ist der neuste First-Person-Shooter aus dem Hause CI Games. Wir haben einen Blick auf die PC-Version den Action-Shooters geworfen. Unsere Eindrück findet ihr im folgenden Text.

Meins, alles meins!

Fangen wir mit der Story an. Im Jahre 2230 findet die Menschheit die Ressource Promethium auf einem Asteroiden. Dieses Element besitzt Unmengen an Energie. Drei Jahre nach der Entdeckung begann der reibungslose Abbau des Promethiums, bis nochmals drei Jahre später die Vorus auftauchten – Eine Alien Rasse, die es ebenfalls auf die kostbare Ressource abgesehen hat. Sechs Jahre schafften es die beiden Rassen das Promethium zu teilen. Dann folgte ein überraschender Angriff von den Seiten der Vorus. Als die Menschen sich zurück ziehen mussten, verschwanden die Vorus unter die Oberfläche des Asteroiden. Das sahen die Menschen als Chance, die Anlagen zu vernichten. Denn wenn sie es nicht haben konnten, soll es keiner haben. Dort steigen wir ein. Wir sind der Soldat, der geschickt wurde, die Anlagen zu infiltrieren und alles zum Teufel zu jagen. Auf dem Weg in die tieferen Regionen der Anlagen finden wir auch heraus, was die Vorus eigentlich so treiben. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Zwar ist die Story ganz nett, aber richtig eintauchen kann man nicht.

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Es werde Licht!

Wir starten direkt in einer Anlage der Vorus und machen uns auf den Weg weiter ins Innere, um strategisch wichtige Punkte zu sprengen. Wir bewegen uns durch geradlinig gestalteten Level, die zwischendurch auch mit gescripteten Szenen verfeinert sind. Die Level selbst sind von der Aufmachung her recht abwechslungsreich und machen grafisch auch eine gute Figur. Das Spiel läuft auf der Unreal 3 Engine, welche anscheinend ziemlich ausgereizt wurde. Wir finden viele Details und Feinheiten sowie scharfe Texturen. Besonders bei den Lichteffekten hatten die Entwickler anscheinend ihre Freude – teilweise zuviel. Denn wenn man zuviele Lens Flair-Effekte einbaut, kann das doch schon störend sein, da man manche Gegner einfach nicht sieht, weil man geblendet wird. Hinzu gibt es auch viele Luftflimmer-Effekte. In Kombination sorgen beide Effekte für massive Performance-Einbrüche. Im späteren Spielverlauf verringern sich aber diese Effekte und damit auch die Probleme. Die Geräusch-Kulisse ist bei dem Spiel gelungen. Die Sounds der Waffen hören sich gut an und auch die Sprachausgabe, die nur auf Englisch vorhanden ist, liefert ihren Beitrag zur Unterhaltung. Bei der musikalischen Untermalung setzen die Entwickler auf Dramatik und Anspannung.

Wie schon erwähnt, ist das Spiel ein Action-Shooter. Dennoch ist ein wildes Rumballern mit den Waffen je nach Schwierigkeitsgrad nicht die beste Variante. Das Spiel besitzt drei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Shooter-Neulinge werden in Alien Rage ganz schön rangenommen. Der mittlere Schwierigkeitsgrad ist was für Spieler, die schon ein wenig mehr Erfahrung mit Shootern haben und die sich nicht davor scheuen, auch mal in die Tischkante zu beißen. Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto mehr Schaden machen die Gegner. Auf Brutal, dem letzten Schwierigkeitsgrad, stirbt man sehr schnell und es erfordert auch eine gewisse Übung mit den Waffen. Ehrgeiz, in Verbindung mit Durchhaltevermögen, wird ebenfalls vorausgesetzt. Das Spiel speichert automatisch an gewissen Checkpoints. Diese sind allerdings nicht immer optimal gelegt, sodass man im Falle des Ablebens auch mal zurück zum Anfang des Levels geworfen wird.

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Feuer gefällig?

Bei den Waffen haben wir unterschiedliche Typen zur Auswahl. Diese reicht vom Maschinengewehr über Shotguns bis hin zum Raketenwerfer und Scharfschützengewehr. Die Grundausrüstung ist auf eine Pistole (unendlich viel Munition) und ein Maschinengewehr beschränkt. Hinzu können wir eine weitere Waffe aufheben bzw. tragen oder das Standardgewehr austauschen. Es können auch die Waffen der Vorus genutzt werden. Jede Waffe hat einen zweiten Feuermodus und benötigt spezielle Munition die wir im Level als Kisten finden können. Die maximale Anzahl, die man von dieser Munition tragen kann, ist jedoch begrenzt. Dieser Feuermodus ist meistens ein Explosivgeschoss. Bei dem Raketenwerfer selbst, werden beim abfeuern des zweiten Feuermodus drei Raketen gleichzeitig abgefeuert. Dieser zweite Modus passt gut in das Spiel. Hauptsächlich benutzt man den normalen Angriff der Waffe. Wenn es brenzlich wird, kann man auf ein kleines Feuerwerk zurückgreifen. Leider ist die Anzahl der unterschiedlichen Waffen ziemlich gering. Auch die Unterschiede der Waffen zwischen den Vorus und den Menschen ist zu gering. Vorteile gibt es soweit keine, wenn man z.B. die Vorus-Waffen bevorzugt.

Für weiteres Feuerwerk sorgen Behälter und Maschinen, die zur Explosion gebracht werden können. Die Level erlauben auch, dass man sich hinter Gegenständen in Deckung begeben kann. Dort ist aber Vorsicht geboten, da diese Teils zerstört werden können und die Gegner auch den zweiten Feuermodus bei den Waffen besitzen.

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Wer bist denn du?

Die Gegner selbst benutzen auch gerne Deckungen. Die KI ist aber leider sehr Schwach gehalten.So sieht man auch Gegner, die hinter Kisten stehen und versuchen durch diese zu schießen. Die Gegner glänzen mehr durch ihre Fähigkeiten. So besitzen sie einen Tarnanzug, der im Gefecht nicht einfach zu erkennen ist. Dies kann besonders bei der hohen Fortbewegungs-Geschwindigkeit der Gegner zu Überraschungen führen. Die Gegner selbst besitzen zudem eine hohe Zielgenauigkeit.

Neben dem normalen Gegner gibt es auch neun Bosse. Dies sind etwas grössere Kampfroboter, die unterschiedliche Fähigkeiten haben und dazu noch sehr zäh sind. Bei den Kämpfen ist es leider auch zu Fehlern gekommen. Teils wurden die Bosse blind und liefen gegen die Wand oder trafen einfach nicht mehr. Ein Boss entschloss sich zwischenzeitlich dazu, seine Fähigkeiten komplett wegzulassen und mich quer durch den Raum zu jagen und platt zu hauen. Im nächsten Anlauf lief der Kampf wieder normal ab.

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Und jetzt, alle zusammen

Der Multiplayer beschränkt sich auf Deathmatch und Team-Deathmatch. Die Kämpfe finden auf engen Arealen statt. Aufgrund dieser Enge gibt es zurzeit kein wirkliches Balancing zwischen den Waffen. Die Shotguns sind hier deutlich wirksamer als die Gewehre. Die herumliegenden Waffen, die man benutzen kann, sind daher meist total nutzlos. Das gleiche gilt eigentlich bei der Auswahl der Rasse. So kann man als Mensch oder Vorus spielen. Nur das Erscheinungsbild ändert sich und die Grundausrüstung an Waffen. Bei den Servern muss man leider auch auf die offiziellen Server zurückgreifen. Selbst kann man keine Server hosten.

Alien Rage verdient den Titel Action-Shooter. Neben dem Setting im Sci-Fi-Stil ist auch die Abwechselung gelungen. Ebenfalls positiv ist der Schwierigkeitsgrad „Brutal“, der seinem Namen alle Ehre macht ohne dabei Unfair zu werden. Leider wird das Spiel noch von Performance-Einbrüchen und Fehlern in der Mechanik geplagt, was für das Gameplay aber nur gering störend ist. Für die 19,99 Euro bekommt man auf Brutal ca. 9-10 Stunden Spielzeit und auf „Anspruchsvoll“ sind es ca. 6- 7 Stunden. Der Multiplayer enttäuschte allerdings durch fehlendes Balancing und Abwechslung auf ganzer Linie.

Titel: Alien Rage

Genre:  Action-FPS

Plattform: PC, Xbox 360, PlayStation 3

Entwickler: CI Games

Publisher:  CI Games

Website: http://alienragegame.com/

Release: 24.09.2013 (PC) / 23.10.2013 (Xbox 360, PS3)

USK: Ab 18 Jahren

Alien Rage Launch Trailer [USK]

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