Review / Preview

E. T. Armies – Review

Am 3. März veröffentlicht das Entwicklerstudio Raspina Studio und Publisher Merge Games den Sci-Fi Shooter E.T. Armies für den PC. Wir konnten vorab einen Blick auf den Egoshooter werfen und uns eine Meinung bilden.

Kommen wir zuerst zur Geschichte in dem Spiel. Wie sich manche von euch schon denken können, spielt der Titel in der Zukunft. Dort hat der Großteil der Menschheit die Erde verlassen, nachdem die vorhandenen Ressourcen erschöpft waren. Die Zurückgelassenen schlossen sich zusammen und planten ihre Vergeltung. So entstand ein langwieriger Konflikt zwischen den beiden Parteien. Als Spieler ist man Soldat der Parsis. Diese Einheit hat die Aufgabe gegen die sogenannten Alleingelassenen vorzugehen und ihrer Brutalität ein Ende zu setzen.

Die Geschichte des Spiels wird eher oberflächlich gehalten, was bei einer Spielzeit von knappen 2 Stunden in der Einzelspielerkampagne nicht verwunderlich ist. Im Gegensatz zu anderen Spielen die ein ähnliches Szenario behandeln, befindet wir uns nicht auf der Seite der Schwachen. In der Kampagne haben wir es nur mit den Charakteren des eigenen Teams zu tun. Dazu gehört der egoistische Anführer sowie ein weiterer Kamerad. Der Anführer ist der einzige Charakter mit angehauchtem Tiefgang. Der Hintergrund für seine Entscheidungen bleibt jedoch im Unklaren. In Zwischensequenzen zeigt sich nur das die militaristische Rangordnung für ihn wenig Bedeutung hat. Das ist nicht der Fall bei dem Soldaten den man selber spielt. So folgt man ohne Einschränkung den Befehlen des Anführers. Wie bereits erwähnt haben die Charaktere keinen Tiefgang und sind nur Statisten. Dies wird auch durch die schlechte Synchronisation fortgeführt. Eigentlich erwartet man, dass der eigene Charakter eine markante Stimme besitzt.  Dies ist definitive nicht der Fall bei E.T. Armies. Selten war mir ein Charakter so schnell unsympathisch. Die einzigen Ausnahmen bei der Synchronisation ist eine weibliche Stimme, die man zwischendurch zu hören bekommt, wenn sie einem vorübergehend per Funk hilft.

Kommen wir zu dem Design des Spiels. Es ist ein First-Person-Shooter mit reinen Schlauch-Leveln. Grafisch ist das Spiel nichts Besonderes; die Umgebungen sind klein, schlicht und detailarm. Im Bereich Grafik war eigentlich nur das Design der Waffen gut. Besonders interessant war die Grafikeinstellung „Motion Blur“. Zwar ist die Einstellung in den Optionen vorhanden. Doch eine Funktion hat sie nicht. Egal ob man die Bewegungsunschärfe ein- oder ausschaltet, die Umgebung wird immer ein wenig unscharf, wenn man sich bewegt. Möglicherweise wird dies noch mit einem Patch korrigiert. Des Weiteren gibt es keinen FOV-Slider (Field of View / Sichtfeld). Dies ist eigentlich für einen Shooter der heutigen Zeit, besonders wenn es einen Multiplayer gibt, Pflicht. Trotz des Mangels und dem Motion Blur-Effekt gab es bei uns keine Anzeichen für „Motion Sickness“.

In Sachen Gameplay gibt es im Singleplayer natürlich Gefechte gegen die KI. Die KI-Gegner haben die Bezeichnung „KI“ eigentlich nicht verdient. Nachdem sie zu einen gewissen Wegpunkt gelaufen sind, um an der Schlacht teilzunehmen, nehmen sie uns ins Visier und schießen rum. Sie nehmen keine Deckung, weichen nicht aus und agieren kaum. Man selbst kann sich hinter Gegenständen ducken. Dies bedeutet aber nicht, dass man nicht getroffen wird. Leider bekommt man kaum einen Hinweis auf die Größe der eigenen Spielfigur und wird trotz vermeintlich ausreichender Deckung getroffen. Jedes Mal, wenn man getroffen wird, wird dementsprechend ein Sound abgespielt, der so gestaltet wurde, dass er mir auf Dauer sehr auf die Nerven ging. Eine weitere Soundeinspielung die ich nur negativ erwähnen kann, ist das Schussgeräusch der Gewehre. Während Scharfschützengewehr, Pistole und Shotgun in Ordnung sind, denkt man bei den Gewehren eher an Plastikgewehre. Bei allen drei spielbaren Gewehren bekommt man das Gefühl mit Plastikgeschossen zu schießen.

Die Gewehre besitzen beim Schießen ein zufälliges Streumuster, welches man durch kurze Feuerstöße vermeiden kann. Leider ist das Handling beim Zielen über Kimme und Korn – beim Scharfschützengewehr mit Visier- nicht immer direkt. Hat man gerade beim Scharfschützengewehr einen Schuss abgegeben und möchte wieder aus der Kimme- und Kornsicht herausgehen, muss man einen kurzen Aufgeblickt warten, bis dies durch den erneuten Druck auf der rechten Maustaste passieren kann. Mit der Taste für das Nachladen kann man die Sicht direkt verlassen. Des Weiteren kann man zwar springen, jedoch gibt es keinen Grund dafür. Man kann nirgend raufspringen oder ähnliches. Gerade mal im ersten Gebiet, kann man Steine in der Größe eines Fußballs damit überwinden, weil man sonst hängenbleibt.

Zu guter Letzt gibt es noch einen Multiplayer. Dort kann man eigene Spiele im LAN oder Internet öffnen und zwischen den Modi Deathmatch, Teamdeathmatch und Capture the Flag wählen. Die Maps sind kleine Arenen. Da das Spiel zum Zeitpunkt des Tests noch nicht erschienen war, konnten wir den Mehrspielermodus mangels Spieler nicht austesten.

Fazit:

Obwohl das Spiel beim Release 14,99 Dollar kosten wird, können wir E.T. Armies nicht empfehlen. Alle Bereiche des Spiels sind unzureichend.

Titel: E.T.Armies

Genre: FPS

Entwickler: Raspina Studio

Publisher: Merge Games

Plattform: PC

Release: 3. März 2016

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