Panache Digital Games hat eine Dokumentation veröffentlicht, die den langen Weg von „1666: Amsterdam“ bis zum Early Access zeigt. Darin sprechen Patrice Désilets und sein Team über die Entstehung der Spielidee, den Rechtsstreit mit Ubisoft und die Herausforderungen während der Entwicklung.
Von Ubisoft zum eigenen Studio
Die Idee zu „1666: Amsterdam“ beschäftigte Désilets bereits nach seinem Weggang von Ubisoft. Der Creative Director hatte zuvor an „Prince of Persia“ und den ersten „Assassin’s Creed“-Spielen gearbeitet. Nach seinem Wechsel zu THQ Montreal begann er mit der Entwicklung der neuen Marke. Als THQ in finanzielle Schwierigkeiten geriet, kaufte Ubisoft die Rechte an dem Projekt. Es folgte ein Rechtsstreit, nach dessen Beilegung Désilets zunächst nicht mehr an seinem Spiel arbeiten konnte.
Mit Panache Digital Games gründete er anschließend ein eigenes Studio und entwickelte zunächst „Ancestors: The Humankind Odyssey“, das in Kürze nicht nur ein neues Update erhält, sondern auch für die aktuellen Konsolen erscheint. Im Januar 2020 nahm das Team „1666: Amsterdam“ erneut in Angriff. Kurz vor dem geplanten Produktionsstart kam die Pandemie dazwischen und das Team musste die Zusammenarbeit ins Homeoffice verlegen.
Sechs Jahre Entwicklungszeit
Die Produktion dauerte rund sechs Jahre und das Entwicklerteam wuchs auf etwa 70 Personen an. Um die umfangreiche Spielwelt umzusetzen, entwickelte Panache unter anderem ein eigenes Werkzeug, mit dem sich Häuser anhand von Vorlagen und veränderbaren Parametern erstellen lassen. So kann das Team Routinearbeiten beschleunigen und mehr Zeit in die Ausarbeitung der Spielwelt investieren. Auch zu der Entwicklung des Spiels veröffentlichte Panache Digital mehrere Entwicklertagebücher.
Die Dokumentation geht unter anderem auch auf die Kritik an KI-generierten Bildern ein, die zum Start der Demo teilweise in in die Early-Access-Version gelangt waren. Laut dem Team wurden diese Bilder mittlerweile entfernt. Weiter betont das Studio, dass die Inhalte des Spiels von Hand erstellt sind. Zudem habe das Studio seine Abläufe angepasst, damit solche Inhalte nicht erneut in das Spiel gelangen.
„1666: Amsterdam“ ist inzwischen im Early-Access auf Steam und im Epic Games Store erhältlich. Auf Steam fällt das Urteil der Spieler bislang gemischt aus. Von 849 Nutzerrezensionen sind derzeit 63 Prozent positiv.
Quelle: Panache Digital Games